Saatgut Tipp: Johannisbeeren.

Saatgut wieder selbst ziehen.

Schwarze JohannisbeereUnd Sie dachten, im Winter könnte man kein Saatgut ziehen? Weit gefehlt!

Die vegetative Vermehrung von Johannisbeeren bietet sich gerade jetzt –zur Zeit des Winterschnittes- an.
Wie bei den meisten Obstgehölzen wird auch bei den Johannisbeersträuchern der Auslichtungsschnitt im Winter vorgenommen. Dabei werden überalterte (ca. 3-5 Jahre alte) Triebe bodennah abgeschnitten. An der Triebspitze haben sich jedoch über den letzten Sommer junge Triebe mit heller, glatter Rinde gebildet. Diese lassen sich nun gut zum Ziehen neuer Johannisbeer-sträucher aus sogenannten Steckhölzern verwenden. 

Zur Gewinnung von  Steckhölzern schneidet man die einjährigen Jungtriebe in ca. 20 bis 25 cm lange Stücke mit jeweils 4 bis 5 Knospen. Zur leichteren Erkennung hat es sich bewährt, das untere Ende des Steckholzes mit einem geraden Schnitt (direkt unter einer Knospe), das obere Ende jedoch schräg (ca. 1cm über einer Knospe) abzuschneiden. Denn gepflanzt wird so, wie das Holz am Strauch gewachsen ist: Das untere nach unten, das obere nach oben. Die Steckhölzer können nun in Töpfe (Töpfe ins Erdreich einsenken) oder gleich in ein Beet gepflanzt werden, wobei die Stücke so tief gesetzt werden, dass nur die oberste Knospe herausschaut (drei Viertel im Boden, ein Viertel über der Erde).

Wer möchte, kann die Anwachs-Sicherheit über handelsübliche Bewurzelungspulver erhöhen. In der Folgezeit ist darauf zu achten, dass das Erdreich nicht austrocknet. Im Frühjahr ist am Blattaustrieb zu erkennen, ob  sich die Mühe gelohnt und der Steckling angewurzelt hat.

Gabi Damm

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