Saatgut Tipp: Erbsen, Bohnen und ihre Verwandten, Kletterhilfen.

Saatgut wieder selbst ziehen.

ErbsenErbsen und Linsen wurden neben Emmer, Einkorn und Gerste bereits seit den Anfängen des Ackerbaus in Europa angebaut und zählen damit zu unseren ältesten pflanzlichen Grundnahrungsmitteln.

Erbsen, Bohnen, Sojabohnen und Linsen gehören zu den Hülsenfrüchten, der drittgrößte Pflanzenfamilie (nach Korbblütlern und Orchideen)  der Erde.

Hülsenfrüchte werden überwiegend durch Insekten bestäubt, aber bei einigen unserer wichtigen Gemüsearten tritt oft auch Selbstbestäubung auf. Charakteristisch für die Unterart der Schmetterlingsblütler ist deren Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden und in diesen in Wurzelknöllchen für sich und andere Pflanzen zu speichern. Unsere Gartenbohnen, also Stangen-und Buschbohnen, stammen aus dem subtropischen Raum und brauchen zum Keimen, Wachsen und Ausreifen entsprechend viel Wärme. Man erntet die ersten Hülsen der Pflanze,(d.h. diese sollte man an der Pflanze belassen und erst die folgenden für die Küche verwenden.), wenn diese trocken und brüchig sind. Man lässt die Hülsen dann an einem luftigen, warmen Platz,  aber nicht in der direkten Sonne, 2-3 Wochen nachreifen und löst dann die Bohnen aus. Die Bohnen sind lagerfähig, wenn sie sich nicht mehr mit dem Fingernagel eindrücken lassen. Wesentlich weniger wärmebedürftig und damit widerstandfähiger sind Ackerbohnen, wie z.B. Pferdebohnen, Saubohnen und Puffbohnen(= dicke Bohnen). Deren Hülsen werden geerntet, wenn sie sich schwarz gefärbt haben. Sollten sie noch zu feucht sein, müssen diese ebenfalls an einen trockenen Ort nachreifen.

Bei den Erbsen unterscheidet man Mark-Erbsen (Tiefkühlerbsen), Pal-Erbsen (Erbsensuppen-Erbsen) und Zucker-Erbsen. Bei der Entwicklung der Erbse ist der Aussat-Termin von entscheidender Wichtigkeit: Palerbsen sollten bereits in März im Boden sein, Mark-und Zuckererbsen ab April (Wachstum in der Kurztageszeit, Blüte in der Langtageszeit, Tagestemperaturen über 30 Grad stoppen den Blütenansatz).Bei den Erbsen hat es sich bewährt, einzelne Pflanzen als Saatgut-Pflanzen auszulesen und diese z.B. mit einem Bindfaden zu markieren. Die Erbsen für die Küche nimmt man von den Nachbarspflanzen.   Saatguterbsen erntet man erst bei Vollreife. Man kann diese mit der ganzen Pflanze trocknen. Wenn sie ganz trocken und brüchig sind, werden die Erbsen per Hand ausgelesen oder auf einer weichen Unterlage vorsichtig ausgedroschen. Erbsen, mit einem runden Loch oder dunklen Fleck bitte aussortieren, denn diese sind durch dem Erbsenkäfer  geschädigt und können nicht  verwendet werden. Falls noch Erbsenkäfer im Saatgut vorhanden sind, diese bitte entfernen/ töten!

Im Juli bietet sich auch an, sich Kletterhilfen für das nächste Jahr zu machen. Dafür eignen sich hervorragend Reiter/ Wassertriebe/ Schosser, die nun frisch an Sträucher und Bäumen  durchtreiben und sowieso im Sommerschnitt entfernt werden müssen. Diese möglichst lang abschneiden und liegend trocknen lassen, das ergibt natürliche und billige Kletterhilfen für Jungpflanzen.

Gabi Damm

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