Obst und Gartenbauverein

Vagen - Mittenkirchen e.V.

Die Linde - Ein Baum prägt unsere Kulturlandschaft

Wissenswertes über einen besonderen Baum

200604 Linde 01DIE LINDE IN DER MYTHOLOGIE

Die Linde hat sich schon früh ins Leben der Menschen gestohlen. Zahlreiche Legenden ranken sich um den Baum und machen sie zum Inhalt vieler Lieder. Durch ihren schönen Wuchs, die herzförmigen Blätter und den wunderbaren Duft ihrer Blüten verbreitet die Linde ein Gefühl von Geborgenheit. Sie gilt durch ihre beruhigende Ausstrahlung als weise Ratgeberin. Die heilende Kraft ihrer Blüten macht sie zum Baum der mütterlichen Vorsorge, ihre herzförmigen Blätter gelten als Zeichen der Liebe und der Gerechtigkeit.

DIE LINDE IN DER GEMEINDE

Die Linde ist ein Sinnbild für die Gemeinschaft, der „Baum des Volkes“. Zahlreiche Ortsnamen haben die Linde als Ursprung. Als „Tanzbaum“ schmückt sie noch heute viele Dorfzentren und steht als Symbol oft an Stadttoren oder wichtigen Gebäuden. Da sie hervorragend als Einzelbaum gedeiht, wurde sie zu feierlichen Anlässen als Denkmal an besondere Orte gepflanzt. Der Linde wurde unter anderem nachgesagt, böse Geister und Dämonen vertreiben zu können. Ein Grund mehr, die Linde in die Dorfmitte zu holen.

DIE GERICHTSLINDE

Als Baum der Freija wurde der Linde nachgesagt, sie könne die Wahrheit ans Licht bringen. Deshalb wurden unter ihrer Krone lange Zeit Gerichtsverhandlungen abgehalten. Die dort gesprochenen Urteile galten oft als unanfechtbar und wurden mit dem Spruch „judicum sub tilia“ urkundlich bezeichnet.

DIE LINDE IN DER SPRACHE

Das Wesen der Linde und ihre Nähe zum Alltag der Menschen schlägt sich auch in der Sprache nieder. Das Wort „subtil“ stammt von der Formulierung „judicum sub tilia“, Rechtsprechung unter der Linde. Im Duden ist das Wort folgendermaßen beschrieben: mit viel Feingefühl, mit großer Sorgfalt und Genauigkeit. Zurückzuführen ist diese Bedeutung auf das Feingefühl und die Sorgfalt einer Mutter, die über die Menschen wacht und Recht spricht.

Aus dem Wortstamm der Linde lassen sich noch weitere Wörter ableiten. Das Adjektiv „lind“ ist ein synonym für angenehm, mild oder sanft. Hier spiegelt sich wie auch in den Wörtern „Lindheit“ oder „lindern“ die Weiblichkeit der Linde wieder. Auch viele weibliche Vornamen haben die Linde als Wortstamm. Linda, Sieglinde, Gerlinde oder Rosalinde tragen den Baum im Namen und plädieren auf ihre sanfte und liebenswürdige Art.

IN MEMORY OF PETER PFAHLER 

Dieser Beitrag ist auf Grund seiner Verdienste auch Peter Pfahler gewidmet. Peter Pfahler war von 1977 bis 1997 1. Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins und hat sich im Rahmen der Dorferneuerung sehr stark für die Pflanzung von Obst- und Laubbäumen eingesetzt. Auf seine Initiative hin wurden viele Pflanzaktionen wie die Erneuerung des Baumbestandes im Schlosspark, die Schullinde, die Lindenallee in Talham, die Allee an der Neuburg und vieles mehr verwirklicht. 2005 wurde er mit der Goldenen Rose, die höchste Auszeichnung des Landesverbandes für seine Dienste geehrt.

(Foto: Rösel, Text: baumpflegeportal.de)

 

 

 

Bewertung insgesamt (0)

0 von 5 Sternen
Kommentar hinzufügen
  • Keine Kommentare gefunden

Obst und Gartenbauverein Vagen/Mittenkirchen

Christof Langer
1. Vorstand

Ganghoferstr. 9
83620 Vagen

Kontakt E-Mail

Sie möchten uns etwas mitteilen?
Dann senden Sie bitte Ihre Email an folgende Adresse

Email: info@ogv-vagen.de