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Frauenbund: Filmabend im Boschnhaus

190311 Frauen Film01aEin Abend im Zeichen der christlichen Botschaft – Vagener Frauenbund lud zu einem bewegenden Filmabend in das Boschnhaus

Der Frauenbund Vagen hatte jüngst alle Interessierten zu einem gemeinsamen Filmabend in das Boschnhaus, welches mit seinem neuesten technischen Equipment prädestiniert für solch eine Veranstaltung ist, geladen.

Monika Zuber-Schild, geistliche Beirätin des Frauenbundes, führte mit passenden Textpassagen aus dem Buch „Der letzte Mönch von Tibhirine“, ein authentischer Bericht eines Zeitzeugen, zur filmischen Sequenz hin. Hierbei schilderte sie den Zuhörern, wie beschwerlich die Lage vor Ort in Algerien war, aber gleichzeitig auch wie hingebungsvoll sich die Klosterbrüder für die Versöhnung und die Freundschaft mit der muslimischen Bevölkerung einsetzten.

Der Film „Von Menschen und Göttern“, im französischen Original „Des Hommes et des Dieux“, zeigt das Leben von sieben Trappistenmönchen im Kloster „Notre-Dame de l'Atlas“ in Tibhirine im Atlasgebirge und setzt ein berührendes Zeichen für Frieden und Geschwisterlichkeit.

Das Kloster war während des algerischen Bürgerkrieges zwischen die Fronten der Armee und aufständischer Rebellen geraten. Trotz aller Warnungen blieben die Mönche vor Ort, um der notleidenden Bevölkerung medizinisch zu helfen oder sie bei Behördengängen zu unterstützen.

In seinem Tagebuch schreibt der Trappistermönch und Arzt Bruder Luc: „Das Kloster ist eine vom Sturm umtoste Insel. Wir halten durch. Gott will nicht das Unglück. Er ist unter den Opfern. Wir können als Menschen nur bestehen bleiben, wenn wir ein Ebenbild seiner Liebe werden.“

Ende März 1996 überfiel eine Gruppe bewaffneter islamistischer Extremisten das Trappisten-Kloster und nahm sieben Mönche als Geiseln. Später fand man deren enthauptete Köpfe, die Körper blieben verschwunden.

Zwei Klosterbrüder, Bruder Jean Pierre (heute 96 Jahre alt) und Bruder Amedee (gestorben 2003), konnten sich während des Angriffs verstecken und überlebten so die Gräueltat. Noch immer ist unklar, ob die Trappisten von den Entführern oder vom algerischen Militär getötet wurden.

Im Jahre 2010 stellte sich der französische Regisseur Xavier Beauvois diesen komplexen Ereignissen in seinem vielfach preisgekrönten Film und setzte darin das Schicksal der Trappistenmönche einfühlsam, fesselnd und nachdenklich werdend in Szene.

Die sieben ermordeten Trappisten aus dem Kloster Tibhirine wurden im letzten Jahr vom Vatikan als Märtyrer anerkannt.

Nach dem Film konnten die Gäste auf Wunsch das gemeinsame Gespräch mit Monika Zuber-Schild suchen.

 

 

(Text/Fotos Wolf)

 

Anmerk. der Redakteurin: Ein sehr bewegender Film, der viele Fragen aufwirft und zum Nachdenken über das eigene Handeln anregt. Danke, liebe Monika, für das Organisieren.

Jeannette Wolf

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