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Ortsbeirat: Unterschriftenlisten zur Verkehrsberuhigung

181211 Ortsbeirat Tempo01a348 Bürger stimmten für eine Verkehrsberuhigung in Vagen – Unterschriftenlisten sollten ein Meinungsbild und ein Signal der Anwohner widergeben, nicht das Dorf in zwei Lager spalten

Durch die Mitglieder des Ortsbeirates wurden jüngst die 81 Unterschriftenlisten, welche bis letzten Freitag in den Vagener Geschäften, Banken und örtlichen Einrichtungen auflagen, öffentlich ausgezählt.

Insgesamt gaben von den rund 1800 Einwohnern in Vagen nur 602 Bürger ihre Unterschrift ab, davon entfielen 348 Unterschriften für Tempo 30 im Ort, 254 Bürgerinnen und Bürger möchten die bestehende Temporegelung beibehalten.

Am Entscheidungsabend fanden nur 22 Interessierte, darunter die Mitglieder des Ortsbeirates, den Weg ins Boschnhaus.

„Diese Unterschriftenaktion führte zur Polarisierung im Dorf“, so Plenumssprecherin Brita Ulitz. „Der Ortsbeirat möchte mit dieser Aktion auf keinen Fall irgendeinen Streit in Vagen hervorrufen“, so Ulitz eindringlich. „Diese 81 Listen sind als reine Entscheidungshilfe für die Gemeinde Feldkirchen-Westerham zu sehen“, so die Plenumssprecherin. Sie wisse nun auch noch nicht, „wie die Gemeinde auf diesen klaren Bescheid aus Vagen reagieren wird“.

Bedenklich zeigten sich einige Anwesende, da auf den Listen die Unterschreiber namentlich genannt wurden, für alle einsehbar. „Im weiteren Vorgehen werden die Zahlen anonym an die Gemeinde weitergeleitet und die Unterschriftenlisten laut Datenschutzgesetz entsorgt“, so Brita Ulitz.

Franz Köll (Ortsbeirat) fand, „es war schlimmer als bei der letzten Bürgermeisterwahl, es hätte nicht sein müssen, dass die Listen auch im Kindergarten oder der Kirche auslagen, nun haben sich zwei Lager in Vagen gebildet, die einen dafür und die anderen dagegen“.

An der entbrannten Diskussion über die Vorgehensweise des Ortsbeirates im Rahmen der Vorstellung des Gesamtkonzeptes in der Bürgerversammlung am 23. November (wir berichteten), beteiligte sich auch Josef Mayer, Vorstand des Wintersportvereins. „Unterschriftenlisten mit Namen und Adresse sind für unser Dorf einfach der falsche Weg, da fast jeder jeden kennt. Geredet muss mit den Leuten werden, so wie es bislang immer der Fall war“ und er erinnerte passend dazu an die anfänglichen Schwierigkeiten und der erst über Jahre anwachsenden Begeisterung der Dorfgemeinschaft für den Umbau des Boschnhauses.

Festgestellt wurde durch die Anwesenden, dass die Unterschriftenlisten vereinsunabhängig zu betrachten sind und „ein reines Meinungsbild der Vagener Bürgerinnen und Bürger darstellen sollten“, so Monika Strobelt (Ortsbeirat).

Gemeinderat Klaus Anderl (Ortsbeirat) fand, dass „dem Ortsbeirat nach wie vor die Anerkennung im Dorf fehlt, das Gesamtkonzept zur Verkehrsberuhigung ist stimmig und kann etwas verändern“.

„Halten wir auch weiterhin zusammen als Dorfgemeinschaft zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger“ so Plenumssprecherin Brita Ulitz abschließend.

(Text/Foto Wolf)

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Kommentare (1)

  • Gast - Franz Vogl

    Als Gegner des T30-Projekts möchte ich meine Einwände hierzu darlegen:
    Dem Argument der Befürworter, dass in Vagen eine Geschwindigkeit von 50km/h bei vernünftiger Fahrweise kaum erreicht wird, kann ich nur beipflichten.

    Allerdings fühle ich mich in meiner gewohnten Bewegungsfreiheit eingeschränkt wenn mir eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auferlegt wird und ich damit Gefahr laufe, bereits mit 35 km/h geblitzt zu werden. Erfahrungsgemäß wird im Ort durch die Rechts-vor-links-Regelung eine Geschwindigkeit von 40 km/h kaum überschritten.

    Der Lärmpegel, der durch eine zusätzlich geplante Fahrbahnschwelle in der Leitzachwerkstraße verursacht würde, ist für mich nicht tragbar, da bereits vorhandene Pflastersteinunterbrechungen am Ortseingang zur Leitzachwerkstraße eine erhebliche akustische Störung für die Anwohner darstellen, sobald diese von landwirtschaftlichen Fahrzeugen (mit Anhänger) überfahren werden. Daher bin ich der Meinung, dass Bürger, die diese Fahrbahnschwelle fordern, aus Rücksicht auf Belange der anderen Anwohner diese Maßnahme auch direkt vor dem eigenen Grundstück in Kauf zu nehmen haben.

    Franz Vogl

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