Kirchenkonzert in St. Laurentius
Herzbewegende Musik in besinnlicher Atmosphäre
Die Musikkapelle Vagen lud am Abend des Allerseelentags zu einem Kirchenkonzert in die Pfarrkirche St. Laurentius in Feldkirchen ein. In der voll besetzten Kirche begrüßte Pastoralreferentin Monika Langer die Zuhörenden und wünschte ihnen, die wunderbare Musik in besinnlicher Atmosphäre zu genießen. Sie forderte die Besucher auf, der bereits verstorbenen Musikerinnen und Musiker der Vagener Musi zu gedenken. Es ist nämlich deren Vermächtnis, dass Musik, Gemeinschaft und Begleitung in allen Lebenslagen auch in Zukunft gepflegt werden.
In diesem Sinne eröffnete die Musikkapelle den Konzertabend mit dem festlichen Werk "Ceremonico" von Hans von der Heide, ausdrucksvoll und ruhig geführt von Jürgen Schubert als Dirigent. Dieser war es auch, der das Vagener Bläserensemble, bestehend aus zwei B-Klarinetten, einer Bassklarinette und zwei Waldhörnern, für dieses Konzert ins Leben gerufen hatte. Sie spielten den "Pfaffenwinkler Festmarsch" aus der Feder des in der Region bestens bekannten Komponisten Karl Edelmann. Von Selbigem stammten auch "I wünsch Dir Glück", der "Vinzentius Festmarsch" und ein Arrangement des "Deutschen Tanz Nr. 5", KV 536.
Wie auch im letzten Jahr trugen die 2078er Dirndl zu einem abwechslungsreichen Programm bei. Mit "Loan Di o" wählten Anna Kröll, Magdalena Rumpel und Christina Weber ein Stück, das im Original von Bill Withers stammt und von den Bayerischen Löwen sehr gefühlvoll in Mundart übertragen wurde. Auch die ebenfalls berührenden Stücke "Weils'd a Herz host, wia a Bergwerk" von Reinhard Fendrich und "Für was i leb'" von Paul Lorenz wurden von ihren glasklaren Stimmen in den weiten Raum der Pfarrkirche getragen.
Magdalena Eham brillierte solistisch an der Harfe mit der Nocturne in Es-Dur von Michail Glinka, die sie ebenso professionell vortrug wie die lebhaftere, aber trotzdem majestätisch anmutende 2. Sonata in c-moll von Francois-Joseph Naderman.
Nach einem Wechsel am Dirigentenpult konnte Sebastian Weber mit der "Jupiter Hymn" des englischen Komponisten Gustav Holst ein farbenreiches Klangbild moderner Orchesterliteratur abrufen. Auch mit seinem zweiten Stück, dem "Tannhäuser Festival" entlockt er der Musikkapelle Vagen die opulenten Klänge der bekanntesten Themen der Wagner-Oper.
So wie der griechische Komponist Vangelis mit "Conquest of Paradise" das Paradies erobern wollte, schickten sich Jürgen Schubert und sein Orchester an, mit dieser dramatisch anmutenden Komposition die Herzen der Zuhörer zu gewinnen - emotional aufgeladen besonders zu Beginn des Stücks durch die mitsummenden Musikerinnen und Musiker.
Den grandiosen Schlusspunkt setzten dann alle Instrumente des Orchesters und die 2078er Dirndln mit "Gabriellas Song" von Stefan Nielsson unter dem Dirigat von Sebastian Weber. Die bewegende Ballade - gesanglich von Anna, Magdalena und Christina in Schwedischer Sprache vorgetragen - hat wohl die Zuhörerschaft zutiefst berührt. Zum Dank gab es vom Publikum Beifallsstürme und stehende Ovationen.
Siamak Golshani beschloss den Abend mit einem großem Dank an die Zuhörer für ihr Kommen und ihre Spenden, die dem „Herzenswunsch Hospizmobil des BRK Rosenheim“ weitergeleitet werden. Bereits im letzten Jahr wurden die Einnahmen des Konzerts an diese Organisation übergeben. Allerdings hat das Fahrzeug auf einer Herzenswunschfahrt nach Nürnberg Feuer gefangen und wurde somit zum wirtschaftlichen Totalschaden. Mit der erneuten Spende möchte die Vagener Musi dazu beitragen, dass bald wieder ein einsatzbereites Herzenswunschmobil zur Verfügung steht.
Text: Markus Steiner
Fotos: Georg Meixner (Totale), Allgemein


